Norbert Walach  

Vita

Norber Walach   Norbert Walach
Freischaffender Künstler
     

Ich wurde am 10.09.1953 in Frankenberg an der Eder geboren. Meine Mutter kam aus der Landwirtschaft. Die Tiere auf dem Bauernhof meines Onkels fand ich als kleines Kind so faszinierend, dass ich in dieser Zeit anfing sie zu malen. Im Alter von acht Jahren zeichnete ich Pferde, Kühe und Schweine besser als jeder Erwachsene aus meiner Verwandtschaft. Im Verlauf meiner Schulzeit bescheinigten mir alle meine damaligen Lehrer für Kunsterziehung großes Talent und empfahlen mir ein Studium an einer Kunstakademie, wovon mir meine Eltern jedoch abrieten. Von der Malerei könne man nicht leben und so wurde ich wie mein Vater Lehrer. Die Freizeiten in meinen Ferien nutze ich weitgehend dazu, mich entweder durch Fachliteratur, Anfertigen von Auftragsarbeiten oder eigene Studien und Entwürfe weiterzuentwickeln. Obwohl ich während meines Lehrerstudiums auch das ein oder andere Seminar für Kunsterziehung besucht habe, bin ich ein Autodidakt.

 

In den letzten zwanzig Jahren malte ich ausschließlich Portraits von Menschen und Tieren. Da ich selber ein Pferd besaß, machte ich an den hiesigen Reitställen erfolgreich Werbung für meine Malerei. Stets malte ich die Kinder, Pferde oder Hunde der Einstaller nach Fotovorlagen. Obwohl meine Kundschaft von der Ausführung meiner Arbeiten ausnahmslos begeistert war, und mir von allen Seiten ein hohes technisches Niveau meiner Fertigkeiten bescheinigt wurde, ging mir der Spaß an dieser Art der "Kunst" nach und nach verloren.

Mir fehlte etwas ganz Entscheidendes: die Möglichkeit der eigenen Komposition.

Die Portraits waren allesamt mehr oder weniger Fotoersatz. Nichts, was es daran zu interpretieren gab, kaum eigene Gestaltungsvarianten, weil genau so wie auf dem Foto die Tiere gemalt werden sollten.


Als Berufsschullehrer unterrichte ich seit vielen Jahren Verfahrensmechaniker für Kunststofftechnik. Je intensiver ich mich fachlich mit diesem Werkstoff befasste, umso umfangreicher wurden die Fragen und Bedenken, die sich mir rund um die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffprodukten stellten. Im Vergleich zu anderen Werkstoffen wie z.B. Hölzer oder Metalle können die synthetisch hergestellten Kunststoffe nur eingeschränkt recycelt werden;  in den meisten Fällen wird der Kunststoffmüll verbrannt. Soweit diese Art der Entsorgung nicht erfolgt, landet der Abfall dann meistens irgendwo im Gelände. Mittlerweile ist der Kunststoffmüll zu einem Bestandteil  unserer Landschaften geworden. Viele Seevögel, Fische und selbst Wale ersticken qualvoll an den zig Millionen Plastiktüten, die in den Ozeanen schwimmen.

In meinen bisherigen Arbeiten und auch in meinen zukünftigen werde ich genau dieses Thema aufgreifen und zum Gegenstand meiner Kunst machen.